Vor dem Sgraffitto-Wandbild des Künstlers Harald Duwe
"Die Ermordung des Tymmo": Hallwig Duwe-Ploog und Pastorin Britta Sandler.
Foto: Walter Domscheit
Ihren Namen erhielt die Kirche von dem Laienprediger Tymmo, der um 1100 im damaligen Lütteckensee nicht ohne bedrängende Gefahr die Heiden bekehrte. Dabei fand er den Märtyrer-Tod. Ein Sgraffitto-Wandbild im Vorraum von Harald Duwe, Großensee, das seine Ermordung darstellt, gilt seinem Andenken. Die Kirchengemeinde folgte damit einem Vermächtnis, das bereits am 15. Juli 1330 in einer Stiftungsurkunde des Kirchspiels Lütjensee enhalten ist. "Der Pfarrherr soll das Andenken eines gewissen Tymmo und aller seiner von den Heiden daselbst getöteten Freunde vor der Gemeinde halten", heißt es darin.
1550 wurde das Kirchspiel Lütjensee aufgelöst und erst am 24. November 1953 mit den Dörfern Lütjensee, Großensee und Grönwohld neu gegründet. Es hatte rund 4000 Einwohner. Der erste Pastor, Hermann Laugs, erbaute 1953 das Pastorat und sammelte 23.000 DM für den Kirchenbau. Die feierliche Weihe fand am 1. Advent 1961 statt.
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