25 Jahre bei Budni

Hamburg, 25.01.16 - Sevil Komut war sehr aufgeregt heute morgen, als sie wie immer zur Arbeit kam. Ihr Arbeitsplatz wr heute nicht ganz vorne an der Kasse, sondern etwas weiter hinten im Ladenbereich, wo man schon den Empfang vorbereitet hatte.

Denn bei "Budni" im Einkaufszentrum Farmsen wurde etwas gefeiert. Und zwar sie! Sevil ist nun schon 25 Jahre hier tätig und die meiste Zeit sogar in dieser  Filiale. Sie erinnert sich: "Hier an dieser Stelle gab es früher den "Wienerwald". Als dieser weg war, sah ich eines Tages, dass Budnikowsky sich hier einrichtete und draußen auf einem Schild Kassiererinnen gesucht wurden. Da bin ich gleich am nächsten Morgen hin und von der Stelle weg von Frau Wolf eingestellt worden!" Sie war damals Leiterin der neuen Filiale und kam natürlich auch heute zu ihrem Ehrentag. Sevil wurde auch von Kollegin Jordan, die Filialleiterin in Berne war, beglückwünscht. Dort war Sevil zwischenzeitlich acht Jahre tätig,

Rita Jordan (war 8 Jahre Sevil Komuts Teamleiterin in Berne),
Sevil Komut und Bärbel Wolf (stellte Sevil vor 25 Jahren ein)
Die Jubilarin wurde regelrecht bestürmt von Kundinnen und Kunden, die ihr Blumen mitbrachten und eine Kundin überreichte sogar einen selbstgemachten, aus Pralinen in Gold verpackten Ehrenkranz. Der 86-jährige Farmsener Kunde Hans-Jürgen Rudolf, der Sevil schon kennt, seit sie dort anfing, ließ es sich nicht nehmen, ihr auch im Auftrag seiner Frau einen Blumenstrauß zu überreichen.

Der Farmsener Kunde Hans-Jürgen Rudolf (86) überreichte Sevil Komut Blumen
Viele der Kunden, die gleich vorn am Eingang mit einer Spiele-Teilnahmekarte begrüßt wurden, bekamen nur am Rande mit, was eigentlich los war und so beantworte Sevil ruhig und freundlich jede ihrer Fragen nach diesem und jenem, wo es liegt und was es kostet. Das verkürzte wohl auch gut die Wartezeit und löste die Spannung bis zum Höhepunkt am Mittag, als dann Budni-Geschäftsführer Cord Wöhlke persönlich die Ehrung der Jubilarin vornahm und ihr einen Strauß Blumen überreichte.

Die Jubilarin (Sevil Komut) und ihr Chef (GF Cord Wöhlke)
Im anschließenden Gespräch mit unserer Zeitung betonte er, dass sich das Unternehmen freute, so viele langjährige Mitarbeiter zu haben  und stellte fest, dass sehr viele von ihnen sehr gute Beziehungen zu den Kunden haben. Es sei ein harter Beruf, der wenig anerkannt wird und es deshalb auch ganz wichtig sei, dass sie ausgezeichnet werden und das es vom Unternehmen auch wertgeschätzt wird.

Er hob bei seiner Mitarbeiterin Sevil Komut (58) hervor, das das Schöne bei ihr auch sei - und das sei heute immer seltener - die meisten Jahre in einer Filiale tätig ist. Früher waren viele Mitarbeiter schon mal 25 Jahre in einer Filiale. Heute sei das relativ selten, weil ja viel mehr Bewegung da ist. Der Druck im Markt würde immer größer, Budni seien die Kleinsten am Markt, die Wettbewerber wären 10, 20 mal größer. Das wirke sich auch auf die Mitarbeiter aus. Die müssten immer mehr leisten, das täte ihm manchmal auch leid.

Sevil Komut freut sich über die selbstgemachte
süße Überraschung einer Kundin
Der Anteil der langjährigen Mitarbeiter, d.h. ab 10-15 Jahren Betriebszugehörigkeit, sei 30 - 40 Prozent, schätze der Geschäftsführer. Mitarbeiter, die jung anfangen, kämen auch nach einer Familienpause fast alle danach wieder zurück. Das sei auch wichtig, denn das eigentliche Kapital des Unternehmens seien für Budni die Mitarbeiter konstatierte Cord Wöhlke. Also nicht das Geld, sondern die Menschen, die dahinter stünden, so er weiter.

Das Unternehmen bilde in vielen Bereichen aus mit über Hundert Auszubildenden, in jedem Jahrgang seien das 30, 40 Auszubildende. Sehr viel Geld geben man auch für Schulungen aus. Jeder Mitarbeiter hätte vertraglich ein Anrecht auf zwei Schulungen im Jahr, auch für die Weiterbildung und Weiterentwicklung und das gäben sie dem Unternehmen auch wieder weiter.

Budni-Kollegin Gesine Grützmacher, Sevil Komut,
Filialleiter Thiermann, Geschäftsführer Cord Wöhlke
Eine wichtige Säule des Unternehmens sei das soziale Engagement, schloss Cord Wöhlke, der das  Familienunternehmen seit 1979 leitet. Es gäbe seit 19 Jahren die Budnianer-Hilfe, die sich in sehr vielen Dingen engagiere, für die Flüchtlinge, aber in erster Linie für Kinder. Das ist ein ganz wichtiger Teil, weil der Staat sich aus vielen Dingen zurückgezogen hätte.  Sie machen viele Projekte schon lange Jahre, was ihm immer Freude bereite. Einmal im Jahr vergeben sie den "Budnianer Hilfe" - Preis. Dann kämen die Menschen auch zu ihnen. Das sei es auch immer, was ihn motiviere, immer weiter diese Dinge zu machen. Und dass sie als große Familie mit fünf Personen auch dort engagiert seien.

Die Gratulations-Kur für Sevil ging bis in die späten Nachmittagsstunden weiter und während der Chef persönlich noch eine Stunde lang seinen Kundinnen und Kunden Franzbrötchen und Kaffee reichte und ausschenkte und dabei angeregte Unterhaltungen geführt wurden, reihten sich auch Sevils Mutter, Schwester und Nichte in die Reihe der Gratulanten ein. Für ein Gruppenfoto stellte sich auch in diesem Fall der Chef zur Verfügung.

Auch Sevil Komuts Familie kam zu Gratulieren (Nichte Charis, Schwester Seher
und Mutter Fatma Komut), Chef Cord Wöhlke stellte sich für ein Gruppenfoto dazu

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