"Bürgermeister" von Rahlstedt geehrt

Hamburg, 5. Dezember 2018 - in einer adventlichen Feierstunde ehrte die SPD Rahlstedt zehn ihrer Mitglieder für ihre langjährige Treue und begrüßte ein neues Mitglied. 50 Jahre dabei ist Rolf Mietzsch, der im November grade seinen 90.  Geburtstag feierte.  Ekkehard Wysocki - Vorsitzender der SPD Rahlstedt und Bürgerschaftsabgeordneter - besuchte ihn bereits zu diesem Anlass und übermittelte die Glückwünsche der Partei. Nun erhielt der Jubilar die Goldene Ehrennadel der SPD von der Bundestagsabgeordneten Aydan Özoguz angesteckt.  Von 1969 bis 1993 war Rolf Mietzsch Ortsamtsleiter in Rahlstedt. Wegen seines Engagements und Beliebtheit nannte man ihn damals den "Bürgerneister von Rahlstedt". In seiner 24-jährigen Amtszeit prägte er die völlige Umgestaltung des Rahlstedter Ortskerns mit. 

 
Die Ehrung (von links nach rechts vordere Reihe:) Gerhard Heimerdinger, Aydan Özoguz, Ingrid Heimerdinger, Doris Djian, Dieter Westphal, Rolf Mietzsch, Gitta Paulik-Hagemeier -  hinter Aydan Özoguz Jürgen Spenhoff, Uwe Bramfeld und Ekkehard Wysocki, verdeckt Neumitglied Claudio Mendes Terroso. Foto: Regina Wysocki: 

Es wurde 1984 das Rahlstedt-Center gebaut, die Schweriner Straße zur Fußgängerzone umgebaut und die Fußgängerzone Boizenburger Weg entstand mit einer Ladenpassage. Viele Volksfeste umrahmten die Einweihungen dieser Projekte. 1985 wurde im Zuge der Verbesserung und Erweiterung des Linienverkehrs des HVV ein Busbahnhof eröffnet.  
Die Schaffung von wohnungsnahen Arbeitsplätzen war ihm ein besonderes Anliegen, wie das Gewerbegebiet Schierenberg mit Firmen wie der Hamburger Münze. Unter Berücksichtigung von Umweltschutz und Landschaftsgestaltung wurde mit Planung und Bau der Verbrennungsanlage Stapelfeld  die Lösung des Müllproblems in Angriff genommen. Die Einweihung des Stellmoorer Tunneltals 1978 als erstes Naturschutzgebiet in Hamburg und auch des Stapelfelder Moores können als Erweiterung des Naturschutzes betrachtet werden.  
Der Bau des neuen "Rathauses" in der Rahlstedter Straße schließlich brachte 1984 alle Verwaltungsstellen unter ein Dach. 1994 ging Rolf Mietzsch in den Ruhestand.

Nach einem ausgiebigen Essen wurde nach einem Referat von Aydan Özuguz über ihre Arbeit im Bundestag und die aktuellen politischen Themen mit einem Jahresrückblick sowie ergänzend der Bericht von Ekkehard Wysocki über seine Arbeit in der Hamburger Bürgerschaft  Claudio Mendes Terroso als neues Mitglied begrüßt. 

Mit interessanten Rückblicken auf die Eintrittsjahre der Jubilare  erhielten von beiden Politikern Georg Bartzos für seine 10-jährige Mitgliedschaft, Doris Djian für 25 Jahre Mitgliedschaft die Ehrennadel in Silber, Thomas Henke und Gitta Paulig-Hagemeier eine Ehrennadel in Silber für 40 Jahre, Ingrid Heimerdinger und  Uwe Bramfeld die Ehrennadel in Gold für 50 Jahre und Gerhard Heimerdinger  für 60 Jahre die Ehrennadel in Gold und Silber. Ihm imponierte die im Radio übertragene Rede von Helmut Schmidt im Bundestag am 22. März 1958 gegen die Atombewaffnung und bewegte ihn zum Eintritt in die SPD. 
Die Ehrennadel in Gold und Silber für 65 Jahre erhielten Jürgen Spenhoff - er war stolz,  damals sein Idol Herbert Wehner als angestellter Chauffeur gefahren zu haben und lobt heute Aydan Özoguz "an der richtigen Stelle in der SPD",  sowie Dieter Westphal, der die Auswirkungen der 68er-Bewegung mit deren kritischen Fragen auf den gesellschaftlichen Umbruch heute positiv bewertet.  
Zu Gast waren unter anderem Carmen Hansch und Michael Ludwig Kircher, beide Vorstandsmitglieder der SPD Rahlstedt und in der Fraktion der SPD in der Bezirksversammlung Wandsbek, Ole Thorben Buschhüter, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bürgerschaftsfraktion sowie Vorsitzender des Verkehrsausschusses, sowie Finanzsenator Andreas Dressel und Günter Frank, Mitglied im Vorstand der SPD Rahlstedt und von 1978-1982 sowie 1991-2011 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft.

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